Manche Projekte machen mich einfach glücklich. Dieses gehört definitiv dazu.
Auch dieses Jahr durfte ich die offizielle iOS-App für Queersicht, das queere Filmfestival in Bern, entwickeln. Schon die App vom letzten Jahr war für mich ein spannendes Projekt. Aber dieses Mal wollte ich noch einen Schritt weitergehen.
Schöner. Flüssiger. Noch mehr Queersicht.
Denn queeres Kino verdient mehr als eine langweilige Liste mit Vorführungszeiten. Und mal ehrlich: Wer möchte nicht ein bisschen mehr Queer Joy auf dem Handy?
Ein Festival mit Charakter verdient eine App mit Charakter
Was ich an Queersicht besonders mag: Jede Ausgabe hat ihren ganz eigenen visuellen Auftritt. Farben, Schriften, Illustrationen und die gesamte Gestaltung verleihen dem Festival seinen unverwechselbaren Charakter.
Deshalb habe ich mich beim Design der diesjährigen App direkt vom visuellen Auftritt des Festivals inspirieren lassen.
Die Idee war nicht, etwas völlig Eigenständiges zu gestalten, sondern dieses typische Queersicht-Gefühl aufs iPhone zu bringen.
Natürlich ist es nicht ganz so einfach, ein Festivaldesign in eine App zu übertragen, wie ein Plakat auf einen Bildschirm zu kopieren. Eine App muss interaktiv, intuitiv und vor allem auch praktisch sein.
Also wurde viel ausprobiert, angepasst, verschoben, wieder rückgängig gemacht und dann doch noch einmal geändert.
Das Ergebnis? Eine App, die sich viel stärker wie ein Teil des Festivals anfühlt.
Und ja, vermutlich habe ich unverhältnismässig viel Zeit damit verbracht, winzige Designdetails anzupassen, die am Ende niemandem auffallen werden.
Aber ich weiss es. ✨
Dein queerer Kinobegleiter
Im Zentrum der App steht natürlich das Entdecken queerer Geschichten.
Geschichten, die uns zum Lachen, Weinen, Nachdenken, Hinterfragen und Feiern bringen. Und die uns manchmal auch das Gefühl geben, ein bisschen weniger allein zu sein.
Die App bringt das gesamte Festivalprogramm direkt auf dein Handy. So kannst du ganz einfach Filme entdecken, Vorstellungen finden und herausfinden, was wann und wo läuft.
Du kannst durch das Programm stöbern, Filme suchen und filtern, deine Favoriten auf einer persönlichen Watchlist speichern und dir auf einer Karte anzeigen lassen, wo sich die verschiedenen Festivalorte befinden.
Egal, ob du deine gesamte Festivalwoche bis ins kleinste Detail durchplanst oder spontan entscheidest, welchen Film du als Nächstes sehen möchtest: Die App hilft dir dabei.
Weniger suchen. Mehr schauen. Mehr queeres Kino. Mehr Freude.
Pssst … ein kleines Geheimnis 🪩
Was wäre eine queere Feier ohne eine kleine Überraschung?
In der App habe ich auch ein Easter Egg versteckt! Sagen wir mal so: 30 ist mehr als nur eine Zahl. Manchmal lohnt es sich, etwas hartnäckig zu bleiben. Und wenn plötzlich eine Discokugel auftaucht … bring sie zum Tanzen!
Vielleicht beginnt die Party ja gerade erst. ✨🏳️🌈
Hinter dem Regenbogen: ziemlich viel Code
So farbenfroh und fröhlich die fertige App auch sein mag, hinter den Kulissen passiert eine ganze Menge.
Filminformationen, Vorführungszeiten, Veranstaltungsorte, Sprachen, Datenbanken, Serververbindungen … all diese kleinen Teile müssen zusammenspielen.
Und weil Queersicht ein zweisprachiges Festival ist, soll sich die App sowohl auf Deutsch als auch auf Französisch zu Hause fühlen.
Was ich an der App-Entwicklung besonders liebe, ist genau diese Kombination aus Kreativität und Technologie.
In einem Moment beschäftige ich mich mit Typografie, Farben und der Frage, wie sich ein Bildschirm anfühlen soll. Im nächsten versuche ich herauszufinden, weshalb irgendein winziges Stück Code beschlossen hat, mir den Abend zu ruinieren.
Es ist eine wunderschöne Beziehung. Meistens jedenfalls. 😅
Aber es ist unglaublich befriedigend, aus einer Idee etwas Echtes zu machen. Etwas, das andere Menschen tatsächlich benutzen können.
Besonders dann, wenn es mit einem Projekt verbunden ist, das mir am Herzen liegt.
Mehr als nur eine App
Queersicht ist mehr als ein Filmfestival.
Es ist ein Fest queerer Geschichten, Identitäten, Perspektiven und Gemeinschaften. Es geht um Sichtbarkeit, Begegnungen, das Entdecken neuer Welten und darum, auf der Leinwand manchmal auch ein Stück von sich selbst wiederzufinden.
Und manchmal geht es einfach darum, in einem Kinosaal voller queerer Menschen zu sitzen und gemeinsam über etwas zu lachen, das der Rest der Welt vielleicht nicht ganz versteht.
Dieses Gefühl ist ziemlich besonders.
Dass ich auf meine eigene nerdige, kreative Art etwas zu Queersicht beitragen darf, bedeutet mir viel.
Ich mache nicht die Filme. Ich stelle auch nicht das Programm zusammen. Aber ich darf einen kleinen digitalen Raum gestalten, der Menschen hilft, diese Geschichten zu entdecken und sich durch das Festival zu bewegen.
Und das finde ich ziemlich schön.
Mit Liebe, Koffein und ein bisschen queerer Magie gemacht
Natürlich gibt es immer noch Raum für Verbesserungen. Es gibt immer neue Ideen, weitere Funktionen, die ich gerne ausprobieren würde, und vermutlich auch ein paar Dinge, die ich fünf Minuten nach der Veröffentlichung am liebsten schon wieder umgestalten möchte.
Aber genau das gehört für mich zum Spass dazu.
Im Moment freue ich mich einfach, dass die neue Version der App Teil von Queersicht sein darf.
Ich hoffe, dass sie dir hilft, einen Film zu entdecken, den du sonst vielleicht nicht angeschaut hättest. Eine Geschichte zu finden, die dich noch lange begleitet. Oder einfach deinen Festivalbesuch ein bisschen unkomplizierter und farbenfroher zu machen.
Denn Technologie kann praktisch, schön und verspielt sein.
Und manchmal kann sie sogar ein bisschen Queer Joy verbreiten.
Wir sehen uns am Queersicht. Im Kino, mitten im Festivaltrubel und vielleicht auch irgendwo auf deinem Homescreen. 🏳️🌈✨
Mit Liebe gemacht in Bern. Und mit ziemlich vielen Zeilen Code.




